Welchen Nutzen bibliometrische Analysen erfüllen, zeigt die nachfolgende Tabelle. Es wird deutlich, das ganz unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigt werden!
Kundengruppe
Nutzen
1. Führungskräfte von wissenschaftlichen Einrichtungen, Universitäten oder Fachbereichen sowie einzelne Wissenschaftler
Wissenschaftler können durch eine bibliometrische Analyse ihres Instituts oder ihrer Person die eigene Wahrnehmung belegen. Damit können sie sich beispielsweise einen Vorteil bei der Mittelvergabe oder einer Stellenbesetzung herausarbeiten, wenn ihre Wahrnehmung über der von Fachkollegen liegt. Liegt die Wahrnehmung unter dem Durchschnitt, dient die Analyse der Schwachstellenanalyse.
2. Trägerorganisationen von wissenschaftlichen Einrichtungen sowie Forschungsmininsterien
Trägerorganisationen wissenschaftlicher Institute möchten die Wahrnehmung der von ihnen unterstützen Einrichtungen überprüfen. Ihnen ist es wichtig, zu wissen, ob die von ihnen finanzierten Institute im regionalen, nationalen oder weltweiten Vergleich Spitze sind. Hierzu können umfangreiche Analysen erstellt werden, die eine größere Zahl an Einrichtungen nach identischen Kriterien untersucht. Zusätzlicher Nutzen: Schutz vor teilweise unseriösen Gutachten aus der Presse.
3. Unterstützung bei der Er- stellung und Bearbeitung von Projektanträgen
In der Forschung werden von Wissenschaftlern Projektanträge gestellt, um Forschungsgelder bewilligt zu bekommen. Dieser Bewilligungsprozess kann unter Zuhilfenahme von objektiven Komponenten zu einer Stärkung von aktuellen Forschungsthemen genutzt werden. Bibliometrische Analysen erlauben nicht nur Aussagen zu Institutionen, sondern auch zu Themen. Es kann festgestellt werden, welche Themen wie lange schon bearbeitet werden und welche davon zur Zeit einen stärkeren Aufschwung in der Bearbeitung erleben.
4. Journalisten / Redaktionen
Rankings sind in der Presse sehr gefragt. Dies belegt die momentane Häufung in vielen Medien. Die Fragestellungen sind dabei immer sehr ähnlich: “Wer ist der Beste in der Forschungswelt?“ Die Diskussion um Forschungs-Elite, Spitzenforschung und Elite-Unis unterstützt diesen Trend. Auch die Einführung von Studiengebühren wird Rankings einen weiteren Vorschub bieten: Keiner möchte hintenanstehen, wenn Unis direkt von der Zahl ihrer Studenten profitieren.
5. Firmen
Ein Zweck von bibliometrischen Analysen ist das Erkennen von Trends in der Wissenschaft. Dieser Nutzen hilft nicht nur Wissenschaftlern, sondern auch Firmen, die eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung betreiben.